Der feige Terroranschlag auf den CSD in Berlin erfüllt uns mit tiefstem Entsetzen und absoluter Abscheu. Ein solches Ausmaß an Hass und Gewalt gegen friedlich feiernde Menschen ist ein schreckliches Verbrechen nicht nur an der queeren Community. Es ist ein Angriff auf uns alle, auf unseren freiheitlichen, liberalen Rechtsstaat, auf unsere Werte.
Wir gedenken der Opfer des Anschlags. Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen der getöteten Frau. Allen Verletzten wünschen wir eine baldige Genesung.
Viele Omas gegen Rechts beteiligen sich an CSD Veranstaltungen. Wir treten dafür ein, dass queere Menschen in unserem Land das Recht haben sichtbar und ohne Angst zu leben und zu feiern.
Jetzt gilt es den/die Täter zu fassen und die Hintergründe dieses Anschlags aufzuklären und mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zu bekämpfen.
Wir Omas gegen Rechts lehnen jede Form von Extremismus ab – ganz gleich, aus welcher Richtung er kommt. Religiöser Fundamentalismus, das heißt auch politischer Islamismus sind freiheitsfeindliche Ideologien. Sie haben in unserer Gesellschaft keinen Platz.
Gleichzeitig dürfen wir nicht den Fehler machen, friedliche Muslime unter Generalverdacht zu stellen. Unser Kampf richtet sich niemals gegen Menschen wegen ihres Glaubens, sondern konsequent gegen diejenigen, die Religion als Waffe und Vorwand für Terror, Hass, Unterdrückung und die Zerstörung unserer Werte missbrauchen.
Wir würden uns wünschen, dass auch Vertreter muslimischer Religionsgemeinschaften sich nicht nur von diesem entsetzlichen Anschlag distanzieren, sondern auch von jeglicher Diskriminierung gegenüber queeren Menschen, um keinen Nährboden für Terror zu schaffen.
